Warum Hirtenhund nicht gleich Hirtenhund ist

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Du denkst, Border Collie und Kangal sind beide Hütehunde? Das ist schon der erste Fehler.

Der häufigste Irrtum bei diesen Hunden beginnt schon beim Wort. „Hirtenhund" klingt nach einer Schublade, also behandeln viele Border Collie und Kangal, als wären sie im Kern dasselbe. Genau daraus entstehen die Probleme, über die später keiner mehr lacht. Im Reel zeige ich dir, warum die beiden ungefähr so viel gemeinsam haben wie ein Rennfahrer und ein Nachtwächter.

In dieser Woche nehmen wir uns mal die wesentlichen Unterschiede der verschiedenen Hirtenhunde unter die Lupe und als deren Vertreter im Speziellen den Border Collie und den Kangal.

Welcher Hund lebet bei dir zu Hause?

Und damit das klar ist: Ich klage hier niemanden an, ich kläre auf. Wer den Unterschied kennt, trifft die bessere Entscheidung für sich und den Hund. Das ganze Porträt mit allen Beispielen findest du in meinem neuen Video auf YouTube.

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#bordercollie #kangal #hirtenhunde

Warum Hirtenhund nicht gleich Hirtenhund ist

24 Gedanken zu „Warum Hirtenhund nicht gleich Hirtenhund ist

  1. @emmaorlich7427 Autor des BeitragsAntworten

    Eine Frage an die Herdenschutzhundkenner? Schalten eure Hunde bei Dämmerung auch um? Meine Griechin ist ab einem gewissen Lichtverhältnis angespannt und besonders wachsam. Tagsüber ist sie entspannt, spielt mit anderen Hunden, sucht Mäuse, geht baden. Setzt die Dämmerung ein, wird sie präsent, groß, angespannt. Vermutlich ist das Teil ihrer Genetik? Oder ist ihr Dunkelheit einfach suspekt? Wie halten eure Hunde das?

    • @csch4234 Autor des BeitragsAntworten

      Herdies finde ich spannend und kenne auch einige. Selbst hatte ich so einen noch nicht sondern immer Hütehund / Hütehundmix.
      Die Wesensveränderung bei Eintritt der Dämmerung kenne ich gut, aber aus einem anderen Zusammenhang.
      Bei mir landen immer Leithunde oder extrovertierte Kundschafter (auch vordere Kundschafter genannt – das sind Begriffe aus dem Rudelstellungssystem, einer These die sich mit den Ressourcen der Hunde befasst / mit den unterschiedlichen Typen und ihren jeweiligen Aufgaben, die sie in einem strukturierten Rudel übernehmen würden.)
      Man muss da keine „Religion“ draus machen aber für Umgang und Erziehung ist es schon hilfreich eine Idee zu haben, was man da in etwa an der Leine hat.
      Leithunde sind autonom und in der Regel souverän.
      Kundschafter sind halbautonom, brauchen mehr Führung, treffen aber, wenn diese fehlt, auch durchaus eigene Entscheidungen.
      Und sie wären in einem Rudel für die Sicherheit zuständig.
      Dieser Typ ist wachsam, das ist sozusagen sein Job innerhalb der Gruppe. Auf Außenreize reagieren sie mit Abwehrverhalten: sie verbellen, schicken den Eindringling weg und gehen im Notfall (oder weil sie mangels Führung überfordert sind) auch mal nach vorne.

      Alle Kundschafter, die ich selbst hatte bzw näher kannte, reagierten auf den Einbruch der Dunkelheit mit verstärkter Alarmbereitschaft / erhöhter Wachsamkeit / Misstrauen.

      Vielleicht steckt ja in deiner Griechin ne VK 😊

      Von den Leithunden machte das keiner, die waren zu allen Tageszeiten gleich souverän und entspannt.
      Meine letzte Hündin – Leithund – hat nur anfangs bei Dämmerung „zur Jagd geblasen“. Ihr Jagdtrieb war erheblich, was ich von den Collies nicht kannte. Nach ein paar Monaten war das aber erledigt.
      Btr Wachsamkeit war ihr die Tageszeit egal, aber nicht der Aufenthaltsort. In der Stadtwohnung war sie entspannt, im freistehenden Ferienhaus in Alleinlage, war sie wachsam.

    • @Meines1000 Autor des BeitragsAntworten

      einsetze Dämmerung ist Angriffszeit für Jäger, daher ändern auch sie ihr Verhalten, ist auch be Meinen so

    • @emmaorlich7427 Autor des BeitragsAntworten

      ​@Meines1000 Stimmt! Natürlich! Warum habe ich da nicht dran gedacht? Dankeschön! Jetzt bin ich wieder auf Höhe! 😅

    • @Meines1000 Autor des BeitragsAntworten

      @emmaorlich7427 kannst nen Schampus nach Bayern senden, stützt die Freundschaft😁

  2. @emmaorlich7427 Autor des BeitragsAntworten

    Du sagtest, du hättest für deine Rassebeschreibungen häufig ein gutes Buch zur Hand, das dir viele Informationen liefert. Darf ich fragen welches das ist?
    Ich habe seit Kindertagen einen Spleen: ich finde die Unterschiede zwischen Hunderassen super interessant! Ich habe hier in der Umgebung einige Tierschutzhunde… sagen wir benannt. Der Hund kommt aus Mexiko, ist keine zwanzig Kilo schwer, kurzes Fell, lange Beine, freundliches Wesen. Das könnte ein „Nackthund“ sein. Xoloitzcuintle heißen die, glaube ich.
    Meine Bücher sind alle bestimmt dreißig Jahre alt. Da hat sich so viel getan in den Showanforderungen! Das finde ich auch wieder spannend! Der Chihuahua ist mittlerweile so winzig! Völlig schräg und ungesund!

  3. @120grad5 Autor des BeitragsAntworten

    Mal ne andere Frage, ich wollte dieses Video hypen. Geht aber nicht, dass hatte ich letzte Woche schonmal.kann es sein, das bei kurzen Videos das nicht geht ?

  4. @doncaron2393 Autor des BeitragsAntworten

    Für Kangal und co gibts noch die Bezeichnung Lagerhund, finde ich treffend.

  5. @carolamitzka-maassberg293 Autor des BeitragsAntworten

    Die Kangale treiben auch und halten die Herde zusammen. Ich war extra in Ostanatolien und habe es mir da vor Ort angeguckt.

    • @Meines1000 Autor des BeitragsAntworten

      Ich arbeite mit 4 reinrassigen Kangals zusammen und habe diese Rasse seit über 30 Jahren.
      Das was du hier erzählst ist komplett falsch und Wunsch denken.
      Abgesehen davon ,gegen jede Erfahrung und Rasse Portraits.
      Er wäre zum hüten auch viel zu schwer und anatomisch ungeeignet ,zudem eine NULL Lernwilligkeit in diesem Bereich.

      Wenn ich hier, durch Posting , der Allgemeinheit so ein Halbwissen zur Verfügung stelle, wegen falscher Einschätzung und ungenügender Beobachtung, und sich Menschen die Aufgrund solcher falschen Aussagen sich solch einen Hund zuzulegen, halte ich das für wirklich kriminell.

      Die Tierheime sind voll von Hunden, weil sich Menschen die Hunde zulegen, aufgrund falscher Aussagen und dann mit der Realität konfrontiertet werden und gänzlich überfordert sind und sie abgeben.

      Und mal etwas grauenvollen, die Anatolen schlagen die Hunde tot, sollten sie ein abweichenden Verhalten zeigen, ich heiße das nicht gut, aber das ist die Realität.

    • @Maren-Spirit-Cherokee Autor des BeitragsAntworten

      ​@Meines1000Dort wird eben selektiert. Und wenn sich Individuen nicht eignen, dann werden sie ausgemerzt. Das war hier früher auch so. Bis gemerkt wurde, daß es einen „Markt“ an Privathaushalten gibt. Früher wurden die Hunde, die sich nicht eigneten verschenkt… Tja, so wandelt es sich….

  6. @carobo3385 Autor des BeitragsAntworten

    Sehr schöne Unterscheidung. Ich finde es immer super anstrengend, wenn ich den Leuten den Unterschied zwischen einem Hüte- und Treibhund – wie meinen, die tatsächlich dazwischenliegen – und einem Herdenschutzhund erklären muss.
    Allerdings ist es auch super interessant, welche Unterschiede die einzelnen Rassen dieser Gruppen dann wiederum sind. Je nachdem, in welcher Umgebung sie ursprünglich gearbeitet haben, haben sie andere Verlagerungen was den Gehorsam, das Aggressionspotenzial, die Resilienz usw. Angeht.
    Wer zum Beispiel einen Aussi hat und erwartet, dass er, wie der Bearded Collie bspw. Sehr freundlich gegenüber fremden Menschen und Tieren ist, wird sich wundern. Oder sich einen Bearded Collie anschaffen und den Gehorsam eines Border Collies erwarten.

    Man sollte sich immer umfassend ein Bild davon machen, wofür die Hunde selektiert wurden und was das für Folgen im Alltag dann hat. Augen auf, bei der Rasse-Wahl!

    • @DOGsTV-Hundewelt Autor des BeitragsAntworten

      Das hast du super zusammengefasst, ganz genau so ist es! 😊🐾

  7. @Schimmelreiter07 Autor des BeitragsAntworten

    Herdenschutzhunde sind auch unglaublich gute Familienhunde und Wachhunde.
    Wenn man sie gut sozialisiert,sie ihren Job machen dürfen und genug Grundstück zum bewachen haben – gibt es keine Probleme und man bekommt ein sehr liebevolles Familienmitglied.
    Ein Herdi in der Stadt, im Hochhaus, ist grobe Tierquälerei. Dann wird es Probleme geben !

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